Niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen mit nutzerorientiertem Umbau
zu kostenoptimierten Arbeitsräumen für die Kreativwirtschaft

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Kreative Produktionsstä(d)te

Im Mittelpunkt des Langzeitprojektes stehen bekannte Probleme: Neben dem anhaltenden Leerstand und Verfall historischer (Industrie)Brachen, die aufgrund ihrer Fläche und Bauweise als problematisch gelten und deren mögliche museale Nutzung durchaus attraktiv, aber auch kostenintensiv sein kann, und dem zunehmenden Mangel an passendem Arbeitsraum für den jungen und rasant wachsenden Cluster der sogenannten „Kreativwirtschaft“, sind es (pandemiebedingt) nun auch andere Wirtschaftsbereiche, die sich mit flexiblen Arbeitsraumkonzepten auseinander setzen (müssen) – sowohl im urbanen als auch im ländliche Raum und im Gebäudebestand. Gerade in der aktuellen Phase des Demografischen Wandels muss neben der Überalterung der Gesellschaft die veränderte Lebenssituation der jungen und mittleren Generationen noch stärker in den Focus rücken, das heißt auch die Veränderung der Arbeitswelten und die Anforderungen an die „Produktionsstätten“.

Im ersten Teil von Forschungsarbeit und Modellvorhaben wurden insbesondere sächsische Beispiele der (niedrigschwelligen) Fabrikaktivierung recherchiert und bewertet. Im Focus stand zum einen die transparente Vorstellung des Tapetenwerk in Leipzig und zum anderen der beispielhafte Übertrag zentraler Aktivierungsschritte auf ein Praxiskonzept "Kreativfabrik Freital". Im zweiten Teil wurde ein entsprechender Bauteilkatalog Niedrigschwellige Instandsetzung aufgestellt. Die projektbegleitende Website wurde im Bereich Best-Practice-Beispiele bundesweit geöffnet. In der als drittem Teil folgenden Begleitforschung wurden zwei Jahre lang Projekte der niedrigschwelligen Fabrikaktivierung "auf dem Weg" zur kreativen Produktionsstätte fachlich begleitet. Neben dem moderierten Austausch von AkteurInnen, Fachleuten, Verwaltung und anderen EntscheidungsträgerInnen stand der konkrete Vergleich von top-down- und bottom-up-Projekten - auch außerhalb der Metropolen - und der Praxistest für den Bauteilkatalog zur niedrigschwelligen Instandsetzung aus Teil 2 im Focus.

Diese erste Großprojekt wurde im Rahmen der angewandten Bauforschung als Forschungsprojekt in der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des Bundesbauministeriums und als "Modellvorhaben Kreativwirtschaft" des Sächsischen Staatsministeriums des Innern durchgeführt. 

Nach dem Abschluss unseres Projekts „Kreatives Wohnen und Arbeiten auf dem Land“ in Sachsen startet das LEIIK-Team nun wieder mit einem Workshop in ein Bundesforschungsprojekt zum Thema Kreative Produktionsstätten: „ZWISCHEN HOMEOFFICE UND COWORKINGSPACE“ – fachlich begleitet werden drei kommunale AkteurInnen im ländlichen Raum. In einem Planspiel soll es um die Konzeptfindung und den Praxistest für dezentrale Arbeitsräume gehen, welche das (pandemiebedingte) HomeOffice und den urbanen CoworkingSpace ausgleichend ergänzen können. Durch die fachliche Bewertung geeigneter Bestandsgebäude und –räume soll ein allgemein übertragbarer Raumkatalog für flexible Arbeitsplatzkonzepte entstehen.

gefördert durch