Niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen mit nutzerorientiertem Umbau
zu kostenoptimierten Arbeitsräumen für die Kreativwirtschaft

KORNHAUS 

04808 Thallwitz
Siedewitzstr. 25

https://kreativorte-mitteldeutschland.de/orte/altes-kornhaus/

Foto: Zeno Böck

 

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  • Ehemaliger Kornspeicher und Dorfgemeinschaftshaus 
  • Baujahr: 17 Jhd. 
  • Nutzung (geplant): Wohnungen (u.a. Clusterwohnungen), Gemeinschaftsbereiche, CoWorking + Werkstatt 
  • Grundstücksfläche: 346 m. 
  • Nutzfläche: ca. 1080 m. 
  • Eigentümer: Kommunal 
  • Betreiber (geplant): Kommunal 
  • Anteil KW (geplant): 40% 
  • Anteil Wohnen (geplant): 60% 

Das ehemalige Kornhaus in Thallwitz - ein dreistöckiger Massivbau in gutem baulichen Zustand, welcher nach mittlerweile 30 Jahren Leerstand der Gemeinde wieder zugänglich gemacht werden soll. Das Tragwerk besteht noch aus den originalen Balken und unterteilt die Räumlichkeiten in acht beinahe gleich große Schotten, welche in die zukünftige Raumzonierung mit einbezogen werden sollen. Geplant ist die Gliederung der Stockwerke in zwei Funktions-und Nutzungsbereiche: Sowohl das Obergeschoss als auch das Dachgeschoss sollen als privat genutzte Flächen mit vermietbaren Clusterwohnungen und Zimmern ausgestattet werden, zuzüglich einer unterteilbaren Gemeinschaftsfläche. Im Erdgeschoss soll ein für die Öffentlichkeit multifunktionaler Raum entstehen, mit einer Gemeinschaftsküche, einem Mini-Coworkingspace und einem Werkstattraum zur kreativen Nutzung, angelehnt an das Konzept zum Multiplen Haus in Böhlitz. 

Egal ob als regelmäßiger Treffpunkt für Vereine, als Ort für private Feierlichkeiten und gemeinschaftliche Kinoabende oder als Szenarium für Seminare und Vorträge - die Nachfrage nach solch kreativwirtschaftlichen nutzbaren Räumen in Thallwitz besteht und könnte mit dem Ausbau des ehemaligen Kornhauses gestillt werden. Gerade hierbei handelt es sich um ein für das Dorf hoch relevantes und geschichtlich bedeutsames Gebäude. Nach seiner ursprünglichen Funktion als Getreidespeicher wurden die Räumlichkeiten zu DDR-Zeiten sowohl als Tanzclub als auch Treffpunkt der Dorfgemeinschaft im Rahmen kultureller Veranstaltungen genutzt. Ein Großteil der Bevölkerung ist die frühere Nutzung noch bekannt bzw. hat diese noch mit begleitet. Heute gilt der ehemalige Kornspeicher als Kulturdenkmal und gehört mit seiner Lage im Dorfkern fest zum Ortsbild. 

Für dessen Wiederbelebung erfolgte bereits eine Vorbetrachtung des Gebäudes durch die TU Dresden, im Rahmen der Forschung „CoWorking - Strategie für den ländlichen Raum“. Daraus entstanden ist ein erstes Konzept des Kornhaus-Projektes, entworfen von Architekturstudent Zeno Böck. Zudem steht das Projekt in Kooperation mit einer örtlich ansässigen Kunstgruppe sowie dem Museum der bildende Künste Leipzig.

Text & Informationen: Kay Schmölter, Regionalmanagement Leipziger Muldenland

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