Niedrigschwellige Instandsetzung brachliegender Industrieanlagen mit nutzerorientiertem Umbau
zu kostenoptimierten Arbeitsräumen für die Kreativwirtschaft

KULTURBAHNHOF

04849 Bad Düben
Bahnhofstrasse 3

www.bahnhofsgenossenschaft-duebenerheide.de

Foto: BGDH

 

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  • Ehemaliger Bahnhof mit Bahnpost und Stückgutversand, Mitropa-Kneipe 
  • Baujahr: 1894 
  • Nutzung seit 2018: Lagerfläche und Werkstatt für kleinere Projekte (u.a. Landschaftstheater, Jazzfest, Workshops mit Kunstsammlung Dresden, Gemeinschaftsgarten) 
  • Grundstücksfläche: 2500 m. 
  • Nutzfläche: ca. 800 m. 
  • Eigentümer: Privat (e.G.) 
  • Betreiber: Privat (zukünftig: Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.) 
  • Anteil KW (geplant): 40% 
  • Anteil Wohnen (geplant): 30% 

Aus dem ehemaligen Bahnhof Bad Düben möchte die Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G. einen Kulturbahnhof entwickeln. Das Areal ist auch Bestandteil der Diskussion über den Ausbau bzw. Erhalt der bestehenden Bahnstrecke, welche zur regionalen Entwicklung beitragen würde. Die Bahnhofs-Umgebung ist eine Mischung aus Industriegebiet, Wohnbebauung, grüner Infrastruktur und denkmalgeschützten Objekten. Die Kooperation mit dem gegenüber auf Bahnlandwirtschaftsfläche gelegenem Gemeinschaftsgarten des Vereins Dübener Heide, ergänzt dieses Umfeld in spannender Weise (https://naturpark-duebener-heide.de/gardening/).

Es besteht Nachfrage nach solch kreativwirtschaftlichen Räumen, im Fall des Bahnhofs ggf. von Musikern,Künstlern, Handwerkern und sozialen Dienstleistern. Durch eine Umfrage von 2019 entstanden zahlreiche Ideen für die zukünftige Nutzung des Bahnhofs, von Kino, Theater, Konzerten und Lesungen über Coworkingspaces bis hin zu Bildungsveranstaltungen, Jugendmigrationsarbeit und Tagespflege. Sowohl kommerzielle als auch gemeinnützige und private Akteure aus dem Kunst/Kultur/Fürsorge/-und Bildungsbereich sollen dort zusammen einen Lebens- und Wohnstandort aufbauen. Angedacht sind niedrigschwellige Angebote für Kunst- und Kultur als Beitrag für die regionale Kommunikation im ländlichen Raum und ein interkulturelles Begegnungszentrum mit verschiedenen Beratungsangeboten und Gemeinwesenarbeit. Bei der Entwicklung des Nutzungskonzeptes und dessen Umsetzung soll ausdrücklich die lokale Stadt und Zivilgesellschaft teilhaben. Die technische Ausstattung des Gebäudes aus den 30er Jahren ist bis heute erhalten geblieben, was den Bahnhof zu einem geschützten Industriedenkmal macht. Dieses ist jedoch sanierungsbedürftig, sowohl dessen Räumlichkeiten als auch die teilweise undichten Dächer. Das Gebäude selbst ist trocken, durch Alarmanlagen gesichert, an Strom und Wasser und an Gas und Internet (Glasfaser) angeschlossen. Die Sanitäranlagen wurden repariert und sind in Betrieb. Eine Zwischennutzung ist bereits möglich. Geplant ist eine Grundsanierung im Erdgeschoss mit Herrichtung der ehemaligen Mitropa als Gemeinschafts-/Veranstaltungs-/ Workshop-/ und Gastraum mit Sonnenaußenterrasse. So auch die Güterhalle für potentielle Werkstätte und Ateliers. Auf dem Dach ist eine Bau 9kW Photovoltaik-Anlage geplant. Der 1. Stock soll ebenfalls eine Grundsanierung erhalten und somit für Wohnungen und Büros nutzbar gemacht werden. So auch der Stellwerktechnik-Raum, welcher in das Büro-/ Wohnambiente integriert werden soll. Ein möglicher Ausbau des Dachgeschosses steht noch im Raum. Für den Endausbau sind die Nutzer selbst verantwortlich.

Text & Informationen: Dr. Torsten Reinsch, Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.

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